Wände verschönern mit Putz

Wände verschönern mit Putz

Edelputze erfreuen sich beim Heimwerken und Bauen immer größere Beliebtheit. Die farbigen Putze bieten gleich mehrere Vorteile. Da sie die Fähigkeit besitzen, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, beeinflussen sie das Raumklima positiv. Gegebenenfalls im Putz enthaltene Farbpigmente verblassen nicht, sodass dieser lange schön bleibt. Schmutz lässt sich mit einem Hochdruckreiniger beseitigen. Auch das Überstreichen ist problemlos möglich. Einmal an der Wand, lassen sich Edelputze jedoch kaum ohne schweres Gerät entfernen.

Als Klassiker unter den Edelputzen gilt der Münchner Rauputz. Dieser ist sehr dünnschichtig und wird nur in Kornstärke aufgetragen. Die typische Rauputzstruktur wird nach dem Auftragen durch Reiben mit einem Kunststoff-Reibebrett erzeugt. Über eine deutlich feinere Struktur verfügt der Scheibenputz. Bei diesem werden nach dem Aufbringen die Körner nicht mit einem Reibebrett bearbeitet, sondern durch das Reiben mit einer Scheibe aus Moosgummi von Farbpigmenten und Bindemitteln befreit. Rustikalputz, dessen Kornstärke meist fünf Millimeter beträgt, wird nach dem Auftragen mit einem Schwammbrett oder einer Strukturrolle ausgestaltet. Im Gegensatz zu den bereits genannten Arten zählt der Edelfeinputz zu den dickschichtigen Edelputzen. Mittels Glätter etwa zehn Millimeter stark aufgetragen, kann er mit einem Kunststoffreibebrett fein abgerieben werden, lässt sich aber auch mit einer Strukturrolle, einem Stahlglätter, einem Zahnspachtel, einem Malerpinsel oder -spachtel oder einer Erbslochwalze strukturieren.

Der Untergrund muss fest, rissfrei und tragfähig sein. Trennschichten wie Fett, Öl und Tapeten müssen vollständig entfernt werden. Bei Porenbeton, altem Putz oder Gipskartonplatten ist eine Vorbereitung mit Haftgrundierung erforderlich. Unebenheiten lassen sich mit dünnen Edelputzschichten von bis zu fünf Millimetern nicht ausgleichen und sollten vorher glatt gespachtelt werden. Die Trockenphase nach der Fertigstellung des Putzes dauert drei bis vier Tage. In dieser Zeit sind Zugluft und starke Sonneneinstrahlung besser zu meiden.