Moderne Heiztechnik spart Energie

Moderne Heiztechnik spart Energie

Die Investition in die eigene Heizungsanlage kann teuer werden: Ein neuer Heizkessel für ein Einfamilienhaus kostet inklusive der Montage schnell einige Tausend Euro. Doch die Modernisierung der eigenen Heiztechnik kann sich lohnen. Langfristig wird durch den gesenkten Energieverbrauch teurer Brennstoff gespart. Und selbst wenn der alte Kessel noch läuft, kann ein Austausch notwendig werden: Die Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) schreibt Abgasgrenzwerte vor, die mit fortschreitendem Verschleiß der Heizungsanlage nicht mehr erfüllt werden.

Brennwertkessel mit hohem Wirkungsgrad
Experten raten, einen Blick auf das Protokoll der Emissionsmessung zu werfen, die durch den Schornsteinfeger regelmäßig durchgeführt werden muss. Die Abgasverluste sollten dabei weniger als neun Prozent betragen. Auch wenn technisch alles in Ordnung ist, sollte ein möglicher Austausch von einem Fachmann beurteilt werden. Der Branchenverband für Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) schätzt, dass 78% aller hierzulande verbauten Heizungsanlagen ineffizient arbeiten. Das muss nicht sein, denn ein moderner Kessel mit Brennwerttechnik hat einen Wirkungsgrad von beinahe 100%. Ermöglicht wird das, weil sogar die Abwärme der Abgase noch teilweise genutzt werden kann. Je teurer Öl und Gas werden, desto schneller rechnet sich eine neue Heizung - und langfristig ist dort mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen. Dass die neuen Anlagen deutlich an Energie sparen, ist durch den Gesetzgeber geregelt: Die Bundesimmissionsschutzverordnung schreibt in Abständen von einigen Jahren eine Verschärfung von Effizienz und Abgasausstoß vor. Die jetzigen Grenzwerte von 2010 werden ab 2015 für Neuanlagen noch deutlich nach unten korrigiert werden.

Kleine Maßnahmen haben häufig deutliche Spareffekte
Die Beurteilung der eigenen Heizungsanlage durch einen Fachmann kann also viel Geld sparen; oft sind dazu sogar nur kleine Maßnahmen nötig: Ein hydraulischer Abgleich und darauf folgende Umbauten können die Effizienz um bis zu zehn Prozent erhöhen. Gemeint ist damit eine gleichmäßigere Verteilung der Wärme auf alle Räume. Häufig müssen die Heizkörper, welche besonders weit von der Heizungsanlage entfernt sind, weiter aufgedreht werden, um dieselbe Wärmeleistung zu erzielen. Auch der Austausch einer ständig laufenden Heizungspumpe gegen ein geregeltes Exemplar spart kostbare Energie.